Mit dem Begriff Schulmedizin wird derjenige Bereich der Medizin bezeichnet, der sich auf die herkömmliche wissenschaftliche These bezieht. Gemeint ist damit das normale Studium der Medizin auf Universitäten. Wer sich abgrenzen möchte von anderen Disziplinen wie z. B. der alternativen oder auch chinesischen Heilkunde, der verwendet den Begriff Schulmedizin. Innerhalb dieser Schulmedizin gibt es zahlreiche verschiedene Fachgebiete, die sich an den grundlegenden Teil der Ausbildung anschließen. Bekannt sind Augen,-Frauen, – HNO-Ärzte, Orthopäden, die das gesamte Spektrum der Knochen und Muskeln abdecken, die Dermatologen, die Kenntnisse rund um Hauterkrankungen besitzen. Die Urologen für alle harnableitenden Organe sowie die Internisten, die für sämtliche Knochen und Muskeln im Körper zuständig sind. Letztere unterteilen sich weiterhin noch in Gebiete für Herz, – Lungen-/Bronchial- (Atemwege), – und Magenerkrankungen. Es gibt außer diesen noch weitere Spezialisten, die aber derzeit weniger bekannt sind. Doch ein Gebiet darf auch nicht vergessen werden, vor allem da es heutzutage zunehmend mehr Patienten betrifft, das ist die Neurologie/Psychiatrie.
Welche Behandlungsmethoden wendet nun die Schulmedizin an?
Die Palette ist derart umfassend, sodass hier nicht alle Möglichkeiten im Einzelnen aufgezeigt werden können. Nur die gängigsten und jedem bekannten Methoden sollen näher aufgezählt werden. Dazu gehören die Diagnosestellung, also die Erkennung der jeweiligen Leiden genauso wie die anschließende Therapie. Die daraufhin abgestimmte Behandlung beruht dann auf klinisch erprobten Methoden der Schulmedizin. Das können Medikamente sein, die in verschiedener Form gegeben werden, möglicherweise aber auch oder ergänzend physiologische Methoden, wie Massage oder Krankengymnastik o. ä. in Betracht kommen. Viele Ärzte, die ein Studium der Schulmedizin absolviert haben, machen aufbauend eine Weiterbildung auf dem Gebiet Naturheilkunde oder anderen Verfahren.
Schulmedizin oder besser doch gleich zur sogenannten Komplementär-Medizin greifen?
Diese Frage kann nicht pauschal gesagt werden. Jeder muss für sich selbst entscheiden, was vorzuziehen ist oder kombiniert werden soll. Jedes hat seine Vor- und Nachteile, die es abzuwägen gilt. Auch in der Schulmedizin ist der Trend inzwischen immer stärker zu natürlichen Medikamenten auf Pflanzenbasis gegangen und zahlreiche Ärzte führen den Zusatz „Naturheilkunde“. Es sollen sogar, zumindest vorerst für eine bestimmte Zeit, die komplementären Methoden in die Leistungen der Krankenkassen integriert werden. Sicherlich sind Naturstoffe und naturheilkundliche Verfahren günstiger, jedoch kommt man nicht immer um die chemische Keule herum. Vor allem dann nicht, wenn es um schwerwiegende Erkrankungen wie z. B. alle Formen von Krebs geht. Vielen Menschen kann in solchen Fällen nur geholfen werden, wenn sie die Schulmedizin nutzen. Alles andere kann dann nur als Ergänzung oder als Unterstützung gesehen werden.
Die Krankheit bzw. die Symptomatik ist das Entscheidendste für die Wahl
Ob nun die universitäre Schulmedizin eher das Richtige ist oder doch besser der natürliche Weg zum Alternativmediziner, sollte sich jeder gut überlegen. Wichtig ist dabei, besonders die Symptomatik des Betreffenden zu bedenken. Manchmal kann es besser sein und die Heilung rascher erzielt werden, wenn man sich an einen Arzt der Schulmedizin wendet. Dieser kann außerdem über sämtliche andere Möglichkeiten beratend zur Seite stehen. Allerdings ist von einem Heilpraktiker, der auf keiner wissenschaftlichen Grundlage tätig ist, abzuraten. Und da spielen nicht nur die finanziellen Mittel der Patienten eine Rolle.
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