Das Gebiet Chinesische Medizin, auch als traditionelle chinesische Medizin oder kurz TCM bezeichnet, kann man kaum mit dem der westlichen Schulmedizin vergleichen. Es gibt dort erhebliche Unterschiede in vielerlei Hinsicht. Es liegt ungefähr 2000 Jahre zurück, als in China diese Erfahrungsheilkunde aufkam. Inzwischen wird aber dieser Fachbereich auch hier integriert und angewandt. Immer mehr Menschen möchten sich von den wissenschaftlich belegten Therapien ab und wenden sich an die Chinesische Medizin. Die Sichtweise, aus dem der Mensch dabei gesehen wird, ist völlig anders. Dieser richtet sich auf das Gegenständliche, Materielle, das Stoffliche und ist auf Details gerichtet. Die Gedanken sind im 17. Jahrhundert von Isaac Newton geschaffen worden, mit seinem überzeugenden Weltbild. Die chinesische Medizin beruht ebenfalls auf wissenschaftlicher Grundlage. Die Funktionen und Vorgänge im Körper stehen im Mittelpunkt. Hauptsächlich dabei ist die Energie, welche die Chinesen als Qi bezeichnen und den gesamten Körper durchfließen. Man kann sich das wie Flüsse und Gewässer vorstellen, die durch Landschaften fließen. Innerhalb des Qi verlaufen bestimmte Bahnen, die unter dem Begriff Meridiane bekannt sind.

Für welche Erkrankungen oder sonstigen Symptome kann denn chinesische Medizin herangezogen werden?

Da kann eine ganze Reihe in Betracht kommen. Das Spektrum an Krankheiten ist derart umfassend, dass hier nicht alle aufgezählt werden können. Auf jeden Fall ist chinesische Medizin bei einer Vielzahl von Unpässlichkeiten sinnvoll und erfolgreich. Die wichtigsten und am häufigsten vorkommenden Beschwerdebilder sind Schmerzen jeglicher Art, egal ob Rücken, Gelenke, Migräne oder sogar Phantomschmerz, dann eine Vielzahl von internistischen Krankheiten wie z. B. Allergien, Asthma, funktionelle Herzbeschwerden, Sinusitis und Bronchitis, weiterhin können Augen, – urologische, gynäkologische und Hauterkrankungen positiv behandelt werden. Selbst bei einer ganzen Palette an neurologischen sowie psychiatrischen Erkrankungen kann chinesische Medizin sinnvoll eingesetzt werden. Wer sich an einen solchen Arzt wenden möchte, sollte darauf achten, dass er für chinesische Medizin qualifiziert ist. Als Richtlinie können sich interessierte Patienten an folgenden Merkmalen orientieren. Sie wurden als weiterer Qualifikationsnachweis eingeführt und umfasst Diätik, Tuina, Arzneimitteltherapie und Qigong bzw. Tai Ji.

Wie sieht es mit den Kosten aus?

Allgemein wird z. B. Akupunktur nicht von den Krankenkassen übernommen. Und wenn sie diese Methode bewilligen, dann ist diese an bestimmte Kriterien geknüpft. Bei Patienten, die an Knie- oder Rückenschmerzen leiden, könnte eine begrenzte Anzahl Sitzungen genehmigt werden. Das gilt allerdings nur für gesetzlich Versicherte. Der Arzt muss dagegen außer dem Wissen in Akupunktur auch noch Kenntnisse auf dem Gebiet Psychosomatik sowie Schmerztherapie nachweisen. Etwas anders liegt der Fall für Privatpatienten, sie können schon eher chinesische Medizin bei ihren Kassen geltend machen. Vor allem Arzneimittel gehören dazu. Bei Interesse an diversen Behandlungsverfahren sollten sich alle bei der jeweiligen Krankenkasse kundig machen, ob und welche Art chinesische Medizin erstattet wird.

An wen kann man sich wenden, um Genaues zu erfahren?

Es hat sich inzwischen eine Gesellschaft gegründet, die die chinesische Medizin weiterhin entwickelt und erforscht. Außerdem sorgt sie dafür, dass dieser Zweig der Medizin umfassend gelehrt wird und das Wichtigste, dass sie weiträumig verbreitet wird. Auch eine vereinseigene Zeitschrift wird herausgegeben, in der ebenfalls nützliche Informationen zu lesen stehen.

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